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Praxis für Homöopathie
Thomas Mickler
Heilpraktiker
Hardenbergstr. 2
D-45472 Mülheim an der Ruhr

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Joachim Bublath in seinem Naturwissenschaflichen Magazin über "Die modernen Wunderheiler"


Sind homöopathische Arzneien so unwirksam wie ein Tropfen Wasser im Atlantik, weil sie keinen Wirkstoff mehr enthalten? Arbeitet die Homöopathie mit "dubiosen" Grundsubstanzen, die hinter lateinischen Namen "versteckt" werden? Das und noch viel mehr behauptete der anerkannte Wissenschaftspublizist Joachim Bublath in seinem naturwissenschaftlichen Magazin über "Die modernen Wunderheiler"

Die Sendung wurde ausgestrahlt am 5. Sept.2007 um 22:15 Uhr im ZDF, nun zu finden unter folgendem Link: Wissenschaftsmagazin vom 5. Sept. 2007.
Stand am 11.10.07: Abgesehen von einem kurzen Text wurden interessanterweise in der Zwischenzeit sämtliche Artikel zum Thema entfernt, was bei anderen, auch früheren Sendungen, nicht der Fall ist!


11.09.2007:  Zusammen mit anderen "bunten Heilverfahren" und der "Sehnsucht nach einem romantischem Schamanentum" nahm Joachim Bublath auch die Homöopathie unter die Lupe, u.a. mit folgendem seit mehr als 150 Jahren immer wieder neu hervorgeholten Argument des Tropfens im Ozean über die Potenzierung:

"Eine große Rolle spielt in der Homöopathie das Prinzip der Verdünnung, die sogenannte Potenzierung. Die Grundidee ist: Je stärker man ein Mittel verdünnt, desto stärker ist seine Wirkung. Doch dieses Prinzip ist äußerst zweifelhaft. Die Potenzierung C2 entspricht zum Beispiel dem Verhältnis eines einzigen Tropfens der Urtinktur zu der Wassermenge eines Schwimmbeckens. Und die Verdünnung geht noch viel weiter: Aus diesem Schwimmbecken nimmt man einen Tropfen und löst ihn wiederum in der gleichen Wassermenge, bis schließlich nur ein Tropfen der Substanz im Atlantischen Ozean zu finden ist. C30, eine häufig verwendete Potenz, entspricht einem Tropfen der Urtinktur, verloren in den Weiten der Weltmeere."

Homöopathie - ein verlorener Tropfen in den Weiten der Weltmeere?Abgesehen davon, daß die Verdünnung hier einmal mehr unzulässigerweise mit der Potenzierung gleichgesetzt wird, gibt es auch noch andere, offensichtlichere Fehler: Die C2 entspricht mathematisch gesehen einer Verdünnung von 1:10000, wie in der Sendung im Bild auch richtig dargestellt. Bei dieser C2 sollte laut J. Bublath ein Tropfen der Urtinktur der Wassermenge eines Schwimmbeckens entsprechen, was schlicht und einfach falsch gerechnet ist! Man sollte es tunlichst unterlassen, in ein Schwimmbecken mit 10000 Tropfen Wasser zu springen, der Aufprall könnte hart sein!

Ein weiteres Beispiel: In einer aus unverständlichen Gründen nicht namentlich genannten "übergeordneten Studie" seien insg. 220 veröffentlichte Untersuchungen begutachtet worden, so Herr Bublath in der Sendung, wobei sich die Homöopathie dann als reiner Placebo-Effekt erwiesen habe. Das kann für Zuhörer leicht so klingen, als seien hier 220 Studien zur Homöopathie untersucht worden.
Wahrscheinlich handelt es sich hier jedoch um die selbst unter Wissenschaftlern und Ärzten äußerst umstrittene Lancet-Studie aus dem Jahr 2005, in der 110 Studien zur Homöopathie mit 110 Studien zur Schulmedizin verglichen werden sollten (siehe Aktuelles vom 13.10.05).

Der VKHD (Verband klassischer Homöopathen Deutschlands), ein Verband homöopathisch arbeitender Heilpraktiker, sprach in einem Rundmail an seine rund 1100 Mitglieder und auf seiner Homepage von einer "Diskreditierung der Homöopathie auf niedrigstem Niveau."

In der Sendung machte die Auseinandersetzung um die Homöopathie insgesamt nur einen kleinen Teil aus. Darüber hinaus löste sie vor allem wegen der pauschalen und unbegründet abwertenden Beurteilung des Berufsstands der Heilpraktiker viele Reaktionen aus.

Seit dem 5. September wird auch im Forum zu Joachim Bublaths Sendung zum Teil sehr emotionsgeladen und unsachlich diskutiert:
http://www.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/2/0,1872,5249314,00/


Samuel Hahnemann, Begründer der Homöopathie, sagte übrigens 1835 über die Wirksamkeit der C30, die in der Sendung als "Tropfen der Urtinktur, verloren in den Weiten der Weltmeere" bezeichnet wird:

"[...] Indeß gehört dieser wahre Satz nicht unter die zu begreifen seyn sollenden, noch auch zu denen, für welche ich blinden Glauben fordre. Ich fordre gar keinen Glauben dafür, und verlange nicht, daß dieß Jemandem begreiflich sey. Auch ich begreife es nicht; genug aber, die Thatsache ist so und nicht anders. Bloß die Erfahrung sagt's, welcher ich mehr glaube, als meiner Einsicht."

 
   
 
  © Thomas Mickler zuletzt aktualisiert: 11.10.2007
   
Homöopathie-Information von Thomas Mickler